Projects

Projekte 2017:

Inklusive Wettfahrten bei der TraWo 2017

2017 wird die Travemünder Woche zum ersten mal Inklusions-Regatten austragen. Die Regatten werden gemischt ausgetragen, d.h.: jeweils ein Segler mit und einer ohne Behinderung bilden ein Team. Teilnehmen kann Jedermann/Frau mit körperlichen oder geistigen Behinderungen fast aller Art. Seglerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ausgetragen werden die Regatten in der Klasse der Hobie Tandem Island Trimarane.

Ziel dieser Wettfahrten ist es, nicht nur die relativ kleine Zielgruppe der behinderten Segelprofis anzusprechen, sondern eine Plattform zu schaffen, die sowohl für Menschen aller Altersgruppen mit und ohne Behinderungen, wie auch für Zuschauer vor Ort und für die Medien neu und attraktiv ist.

Der Segelsport bietet Menschen mit Behinderungen einzigartige Möglichkeiten der Inklusion. Segeln ist die einzige Sportart, bei der sich die Sportler mit und ohne Behinderung nicht nur auf Wettkämpfen 100% chancengleich und auf Augenhöhe messen können.

Dass der Segelsport auch im Breitensport inklusiv ist bzw. sein kann, wissen derzeit zu wenige Menschen – sowohl Vereinsverantwortliche, Reha-Institutionen, Schulen, als auch Menschen mit Behinderungen. Dieses zu ändern, ist ein weiteres Ziel der Inklusions-Regatten der Travemünder Woche.

Das Paralympische Komitee begründete den Ausschluß des Segelns mit zu geringem internationalem und nationalem Interesse. Dies wird bei den Inklusions-Regatten im Rahmen der Trawemünder Woche anders: Die Wettfahrten werden angekündigt, moderiert und vor den Augen der Zuschauer in der Travemündung ausgetragen.

Dazu sollen möglichst viele andere (gemeinnützige) Vereine und Organisationen, die sich im barrierefreien Wassersport engagieren (z.B.: Sunshine4Kids, Meer bewegen e.V., Segler Verein Wakenitz, etc.) eingeladen werden. So erhöht sich die Angebotsvielfalt an Land und auf dem Wasser und die Attraktivität für alle Besucher steigt. Die Travemünder Woche wird dadurch zum vielleicht größten inklusiven Sportevent der Welt.

Ein Feld von 4 bis 6 Hobie Tandem Island Trimarane für die ersten barrierefreien, inklusiven Regatten wäre unser Meinung nach eine überschaubare, gut zu handhabende Zahl an Booten und Teilnehmern. Die Boote sind in drei Farben und auch serienmäßig mit farbigen Segeln erhältlich.

Mit 4 bis 6 Hobie Tandem Islands bietet sich dabei sowohl für die Zuschauer am Strand und auf der Mole, wie auch für die Presse ein farbenfrohes Bild. Auch die Teilnehmer mit Behinderungen werden weiteres Medien- und Zuschauerinteresse hervorrufen, das sich durch Vorberichterstattung noch ausbauen läßt. Die Einbindung von „prominenten“ Sportlern oder einer „Promi-regatta“ wird dieses noch weiter fördern.

Bis zum Start der Travemünder Woche am 21.07.2017 bleibt interessierten Teilnehmern mit Behinderung noch genügend Zeit für vorheriges Testen und Probesegeln. Dieses kann im Rahmen vor Wochenend Workshops bis hin zu Hobie Tandem Island Race Clinics oder Pre Races erfolgen, die an verschiedenen Standorten angeboten werden können.

Wichtig dabei ist die Erkenntnis, dass nicht der Hochleistungssport oder die sportlichen Leistungen im Vordergrund stehen, sondern der Spaß und die möglichst unkomplizierte Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung.

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Jeder kann mitmachen. Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung segeln zusammen. Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein und alle profitieren davon.

Mit der Teilnahme an so einer einfachen Regatta wird vielen Menschen erst bewußt, was alles möglich und machbar ist – auch mit Behinderung. Jeder Mensch hat das Recht darauf, dabei zu sein. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Vertrag, den auch Deutschland unterschrieben hat. Doch in der Realität muss noch viel dafür getan werden, damit eine Teilhabe aller – besonders im Sport – gewährleistet wird.

Eine inklusive Travemünder Woche wäre dafür ein wichtiger Schritt, ein Signal mit großer Ausstrahlungskraft und nicht nur gute Werbung für Lübeck und Travemünde. Es wäre auch ein sozial-politisches Statement. Diese positive Botschaft wäre unser Meinung nach die beste Werbung für den Segelsport von heute.

Austragungsort: 

 

  1. a) Travemündung, auf Höhe des LYC
  2. b) Strandabschnitt links der Nordermole

 

Veranstalter:

 

Sail United e.V., Heiko Kröger, Detlev Mohr

 

Wettfahrtleitung:

 

Heiko Kröger u.a.

 

Regeln:          

           

Die Regatta unterliegt den Regeln wie sie in den „Wettfahrtregeln Segeln“ festgelegt sind.

 

Werbung:

                       

Die Veranstalter suchen in Absprache mit der Leitung der Travemünder Woche eigenständig Sponsoren. Individuelle Werbung, die in Konflikt steht mit den Interessen der Veranstaltungssponsoren ist nicht zulässig.

 

Social Events:

 

Um die Wirksamkeit der Inklusiven Wettfahrten besonders in Bezug auf Publikumsattraktivität und Medieninteresse zu erhöhen, sollte als Plattform für Veranstaltungen an Land ein barrierefreies „Sailors Village“ aus einem oder mehreren Zelten errichtet oder zugänglich werden. Hier findet ein aktiver Austausch zwischen Besuchern, Teilnehmern, Interessierten und dem Fachpublikum statt.

Mögliche Social Events: Vorträge, Multimedia Präsentationen, Podiums- und Publikumsdikussionen, Produktpräsentationen von adaptiven Wassersportgeräten, Expertenrunden mit Profiseglern oder -sportlern und Politikern, Autogrammstunden, After Sail Party

 

Begrüßung, Steuermannsbesprechung und Einweisung neuer Crewmitglieder:

 

findet täglich fortlaufend von 11:00 Uhr im „Sailors Village“ statt. Hier werden Besucher der Travemünder Woche und Interessenten begrüßt, über eine Teilnahme an der Regatta informiert und in die Abläufe eingewiesen.

 

Zeitplan:

 

Der geplante Zeitpunkt des Ankündigungssignals für die erste Wettfahrt am 25.07.2017 ist um 11:55 Uhr. Start um 12:00 Uhr und dann fortlaufend alle 30 Min. Länge der Wettfahrten: ca. 3 – 5 Min. Weitere Wettfahrten an (allen) Folgetagen zwischen 12.30 – 16:00 Uhr (nach Absprache).

 

Preise:

 

Es werden Preise für alle Teilnehmenden vergeben, zusätzlich können Sonderpreise vergeben werden (Veranstaltungs T-Shirts).

Anforderungen:

  1. 3 – 4 Barrierefreie Miettoiletten
  2. Ausreichend behindertengerechte Parkplätze in der Nähe des Austragungsortes.
  3. 2 -3 5x5m Pagodenzelte mit Tisch und Stühlen zum Umziehen.
  4. Präsentationsflächen für Social Events, andere teilnehmende Vereine und Sponsoren (nach Absprache)
  5. Ein barrierefreier Strand- bzw. Wasserzugang auch für Rollstuhlfahrer.
  6. Projektleiter, Wettfahrtleiter und Helfer stellen wir.
  7. Termine und Abläufe werden in Absprache mit dem Veranstalter erstellt.
  8. Ein Begleit- und Sicherungsboot (das klären wir mit der DLRG)
  9. Die Wettfahrt(en) werden in allen Medien als offizieller Veranstaltungspunkt angekündigt und an-moderiert.
  10. Für alle Teilnehmer gibt es kleine Preise und/oder ein Event T-Shirt.

© Tobias Michelsen

Vorsitzender

Sail United e.V.

Mecklenburger Str.221

23568 Lübeck

Email: tobiasmichelsen@gmx.de
Telefon: 0171 8055655

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Projekte 2016:

Kitesurf Camp für Rollstuhlfahrer und Nichtrollstuhlfahrer (Inklusions – Projekt – 01.09 – 10.09.2016)

Wassersportcamp für Blinde und Sehbehinderte (Inklusions – Projekt – 19.09. – 26.09.2016)

Kids Inklusions Camp II (Inklusions – Projekt – 14.06. – 18.06.2016)

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Projekte 2015:

Kids Inklusions Camp I (Inklusions – Projekt – 22.06. – 26.06.2015)

Surfen und Kiten für Blinde (Inklusions – Projekt – Juli / August / September 2015)

Wassersport für Rollstuhlfahrer (Inklusions – Projekt – Juli / August / September 2015)

Eingliederungshilfestellung und Angstbewältigung für Flüchtlinge (Integrations – Projekt – 22.09. – 25.09.2015)