Handi / Sit Kite Camp

Kitesurf Camp für Rollstuhlfahrer und Nichtrollstuhlfahrer (Inklusions – Projekt)

Selbst Extremsportarten wir Kitesurfen sind sehr gut auch für Menschen mit Behinderungen erlernbar, auch wenn dies in Deutschland noch fast völlig unbekannt ist und es hier bisher auch noch keine aktiven “Rolli Kiter” gibt. Das wollen wir ändern und haben dafür auch schon die Unterstützung der zwei weltbesten Rollstuhlkiter gewinnen können.

Dirk Hückstädt hatte bereits 2002 begonnen, Nik Lanquetin, einem 26 jährigen junger Mann, der 2002 einen schweren Snowboard Unfall hatte, kiten mit Spezialequipment beizubringen, welches er extra für ihn entwickelt hat. Dirk und Nik waren deswegen auch schon in mehreren Talkshows eingeladen und berichteten dort über Ihre Erfolge.

Markus Pfisterer ist Schweizer. 1999 öffnete sich bei einem Fallschirm-Absprung der Schirm nur teilweise, der heute 39-Jährige Schweizer knallte fast ungebremst auf die Erde – und überlebte wie durch ein Wunder. Seither ist Markus Pfisterer allerdings an den Rollstuhl gefesselt. Kitesurfen als Querschnittsgelähmter zu erlernen hat ihm sein Leben gerettet. Jede freie Minute verbringt er auf dem Wasser und fliegt in den Ferien dahin, wo es warm und windig ist, z.B. nach Union Island in der Karibik. Auch er wird uns bei dieser Aktion unterstützen.

Thierry Schmitter ist in Frankreich geboren und ab dem dritten Lebensjahr in den Niederlanden aufgewachsen. Auf den Rollstuhl ist Schmitter seit einem Kletterunfall im Jahr 1998 angewiesen. Aber wenn jemand mit Querschnittslähmung vom Rollstuhl auf ein Kiteboard-Spezial-Sportsitz gehoben und angeschnallt wird und dann alleine über die Wellen gleitet, ist das für alle Beteiligten der Inbegriff von Hoffnung. „Wenn die das können, ist alles möglich“, sagten bisher auch alle staunenden, begeisterten Zuschauer.

Unser Camp ist inklusiv, d.h. Menschen mit und ohne Behinderungen lernen und lehren gemeinsam. Dadurch wollen wir die Kluft zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen geschlossen, Verständnis, Akzeptanz und Empathie werden gefördert. Es geht nicht darum, ohne fremde Hilfe eine Sportart betreiben zu können, sondern um gegenseitige Hilfestellung, Teamfähigkeit, gegenseitige Verantwortungsübernahme, Zuverlässigkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von dem Leiter des Sportwissenschaftlichen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Professor Dr. Wegner.

Deshalb möchten wir Verbände, Vereine und Wassersportschullehrer ganz herzlich einladen, um Ihnen zu zeigen, was alles möglich ist, um zu erreichen, dass möglichst viele Schulen unsere Arbeitsweise kopieren, damit niemand mehr weggeschickt wird und Inklusion einfach umgesetzt und gelebt wird.