Integration von Flüchtlingen durch Wassersport in Zusammenarbeit mit „Hand in Hand für Norddeutschland“ und dem Innenministerium. (Integrations Projekt)

In diesem konkreten Projekt sollen die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit verschiedenen Wassersportdisziplinen vertraut gemacht werden. Die unterschiedlichen Wassersportarten wie z.B. Stand-Up-Paddeling, Jollen- und Katamaran segeln, Wind-, Kitesurfen und Kajakfahren fördern individuelle Fähigkeiten wie z.B. Selbstdisziplin, Selbstmotivation,
Stressbewältigung und Kommunikation.

Im gleichen Maße werden auch Gruppenfähigkeiten gestärkt wie Teamfähigkeit, gegenseitige Verantwortungsübernahme, Zuverlässigkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Halt und die gegenseitige Verlässlichkeit der Gruppe. Angepasst an die individuellen Sprachkenntnissen der Teilnehmer unterrichten unsere Wassersporttrainer mehrsprachig in Theorie und Praxis nach den Richtlinien des VDWS (Verband Deutscher Wassersportschulen) und des VDS (Verband Deutscher Sportbootschulen).

Wissenschaftlich begleitet wird unser Projekt von Prof. Dr. Manfred Wegner, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Gutachter Sportpsychologie des Bundesinstitut für Sportwissenschaft und Leiter des Wissenschaftlichen Beirats der Special Olympics Deutschland .

Neben dem theoretischen Unterricht stellen wir unseren Teilnehmern Berufsbilder undAusbildungswege in der Wassersportwirtschaft und im Wassersporttourismus vor. Dazu besuchen wir den besten Segelmacher Hamburgs, den Afghanen Farid Sadeghi (http://www.farid-segelmacherei.de/wirtschaft_sadeghi.pdf), sowie Bootsbauer, Yachtwerften und die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule.

Gerade das Erleben und Erlernen von Wassersport bedeutet immer ein Eintauchen in ein neues, fremdes Bezugssystem, bestimmt von Naturgegebenheiten wie Wind, Wasser und Wellen. Gewohnte Verhaltens- und Handlungsmuster greifen hier nicht und werden somit aufgebrochen. Dadurch wird es möglich, neue individuelle und soziale Fähigkeiten zu erlernen und zu trainieren. Diese elementaren und emotionalen Erfahrungen verankern die erworbenen Fähigkeiten nachhaltig und unterstützen und beschleunigen die Integration.

Den Erfolg unseres Projektes messen wir an: verbesserte Sprachbereitschaft, erweitertes Vokabular, verbessertes Sprachverständnis, gestärktes Selbstvertrauen und Zuversicht, verstärkte Integrationsbereitschaft, gesteigerte kulturelle Offenheit und Akzeptanz, verbesserte Teamfähigkeit.

Unsere bisherigen Inklusions- und Integrationsprojekte zeigen, dass diese Ziele erreichbar sind.